Abschied am offenen Sarg

Den Tod zu verstehen, ist ein wichtiger Aspekt bei der Trauerbewältigung. Ein guter Weg dorthin ist die Aufbahrung. Dabei gibt es sowohl die geschlossene als auch die offene Aufbahrung. In unserem Aufbahrungsraum können Sie sich ganz persönlich und in aller Ruhe in einer angemessenen Atmosphäre von dem Verstorbenen verabschieden. Familie und Freunde haben hier alle Zeit, die sie brauchen, um Abschied nehmen. Es können auch Fotos, Blumen, Briefe oder andere persönliche Dinge dem Verstorbenen mit auf die letzte Reise gegeben werden.

Es ist eine alte Tradition, dass man durch die Verabschiedung am offenen Sarg die Möglichkeit hat, den Tod begreifbar zu machen. Früher gehörte es zum Leben, dass Verwandte, Freunde und Nachbarn am offenen Sarg dem Verstorbenen Lebewohl sagten. Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist in unserem Kulturkreis dieser wichtige Abschiedsritus jedoch mehr und mehr verloren gegangen. Ja, der Umgang mit toten Menschen wurde fremd für uns. Erst in den letzten Jahren, vor allem dank einer steigenden öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Tod, erlebt die „offene Aufbahrung“ ihre Renaissance.

Das Abschiednehmen am offenen Sarg ist ein sehr persönliches, ein intimes und prägendes Erlebnis. Es hilft den Lebenden, ihren Frieden mit den Verstorbenen zu machen. Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass Menschen, die diese Gelegenheit nicht hatten, oft längere Zeit benötigen, um das Geschehene zu akzeptieren, loszulassen und schließlich auch die Trauer zu bewältigen.

Viele Menschen wollen die oder den Verstorbene/n lieber lebendig in Erinnerung behalten. Das ist selbstverständlich zu respektieren. Aber diese Entscheidung sollte man in der Gewissheit treffen, dass man auf die Erfahrung, den lieben Verstorbenen noch einmal ins Angesicht schauen zu können, verzichten möchte. Und zwar endgültig, diese Möglichkeit wird es nie mehr geben.

Man fragt uns oft, ob man zu dieser Form des Abschieds Kinder mitnehmen sollte. Wir befürworten das, sollte es denn ihr Wunsch sein, mitzukommen. Im Bestattungshaus Andreas Düvel haben wir die Erfahrung gemacht, dass Kinder unbefangener mit dem Tod umgehen, als Erwachsene sich das vorstellen können. Wenn wir Erwachsene sie vor dem Eindruck eines toten Menschen schützen möchten, tun wir das häufig vor dem Hintergrund unserer eigenen Angst.

Sollten Sie sich für einen Abschied am offenen Sarg entscheiden, können wir gerne Sie und Ihre Angehörigen im Gespräch vorbereiten und Ihre Fragen beantworten.

Wir stellen uns ganz auf Ihre Wünsche ein. Bitte sprechen Sie mit uns darüber.

Wir sind an 365 Tagen rund um die Uhr für die Anliegen unserer Kunden da: 0211 / 55 36 90

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